Holz Nach Ihrem Geschmack

Aus Dem Selben Holz Geschnitzt

Holz verleiht dem Whisky seine charakteristische Note. Es trägt mehr zum Geschmack des Single-Malt-Whiskys bei als jeder andere Bestandteil und der Herstellungsprozess. Aus diesem Grund widmen wir der Auswahl unseres Holzes größte Aufmerksamkeit und verarbeiten es auf eine einzigartige und ursprüngliche Art und Weise.

Am Anfang war das Holz ...

Whisky kann nicht als Scotch Whisky bezeichnet werden – zumindest nicht aus technischer und rechtlicher Sicht –, wenn er nicht für mindestens drei Jahre in Eichenfässern gereift ist. Früher fanden häufig auch andere Holzarten Verwendung, vor allem die Kastanie. Heute ist nur noch Eichenholz zulässig. Scotch ist die Bezeichnung für einen Whisky, der in einer Destillerie in Schottland gereift ist. In unserem Falle an der Küste des Dornoch Firth in der Brennerei Glenmorangie. Dort lagert unser Whisky in einer perfekten Umgebung.

 

Glenmorangie Originals, unser bekanntester Whisky, reift ganze zehn Jahre in Eichenfässern. Einige Hersteller bevorzugen europäische Eiche. Wir haben uns jedoch für die amerikanische Weißeiche entschieden, da sie den eleganten, komplexen Glenmorangie-Geschmack hervorbringt. Unsere wegweisenden Forschungsarbeiten über den Einfluss von Holz in der Whiskyproduktion führten uns in die Ozark Mountains im Bundesstaat Missouri. Und genau dort entdeckten wir ein langsam wachsendes Holz mit hervorragenden Reifemerkmalen für uns. Wie bei der Lagerung von Whisky spielt Zeit auch bei beim Holz eine entscheidende Rolle. Denn: Langsam wachsende Bäume enthalten mehr poröses Frühlingsholz als andere Holzarten. Eine ideale Voraussetzung für unsere Designerfässer.

 

Zu Beginn wird das Holz luftgetrocknet (nicht ofengetrocknet). Der Trocknungsprozess vermindert die Adstringenz und verbessert die Durchlässigkeit des Holzes. Außerdem ist die Lufttrocknung im Wesentlichen für die samtweiche Struktur unserer Whiskys verantwortlich.

 

Die Fässer aus langsam wachsender luftgetrockneter Eiche werden verwendet, um Bourbon vier Jahre lang zur Reife zu bringen. Anschließend werden sie ins schottische Hochland verschifft. Die amerikanische Weißeiche erzeugt einen unglaublich reinen Geschmack. Mit ein wenig mehr Vanille und weniger Tannin trägt das Holz dazu bei, unseren Whiskys natürliche Lieblichkeit und eine fruchtige Note zu verleihen.

 

Wie Sie sehen, steckt viel Leidenschaft in unseren Fässern. Sie denken jetzt sicher, dass wir die Fässer deswegen ewig nutzen. Aber dem ist nicht so. Trotz anfallender Mehrkosten kommen unsere Fässer nur zweimal zum Einsatz: für eine Erstbefüllung und einen Refill. Und dies aus einem essenziellen Grund: Die positive geschmackliche Wirkung der Holzaromen auf die darin enthaltene Flüssigkeit, die feine Veredelung und der Einfluss auf Duftnote, Geschmack und Farbe nehmen mit jedem Refill ab. Ein Qualitätsverlust, der für uns nicht akzeptabel ist.

 

Wie unser Whisky-Kreateur Dr. Bill Lumsden sagt, ist die feine Komplexität des Glenmorangie Original insbesondere auf die sorgfältige Auswahl des Holzes und die behutsame Anfertigung der Fässer zurückzuführen:

 

„Perfektion erreicht man durch Präzision. In der Welt des Whiskys gibt es nur wenige noch präzisere Prozesse als die Fertigung unserer Designerfässer. Besonders die Nutzung der langsam wachsenden amerikanischen Weißeiche, die natürliche Lufttrocknung des Holzes, das feine Toasting und die würzigen Bourbon-Noten sind hier von Bedeutung. Sie sorgen für die blumigen Aromen, die Vanille-, Pfirsich- und Zitrusnoten sowie die Feinheit und Raffinesse, die im Mittelpunkt unseres hauseigenen Stils stehen.“

Finishing ja oder nein ...

Nach zehn Jahren Reifung in erst- und zweitbefüllten Fässern ist der Glenmorangie Original bereit für die Flaschenabfüllung. Alternativ wird der edle Tropfen umgefüllt und nach zwei Jahren Finishing (Nachreifung) in speziellen Sherryfässern zu Glenmorangie‘s Lasanta nachgereift; oder nach zwei Jahren Finishing in Portweinfässern zu Glenmorangie‘s Quinta Ruban; oder nach zwei Jahren Finishing in Weinbarriques aus Sauternes zu Glenmorangie‘s Nectar d’Or. Es ist diese Kunst der nachträglichen Reifung, das sogenannte Wood-Finishing, das in erheblichem Maße von Glenmorangie entwickelt und perfektioniert wurde und heute nahezu in der gesamten Whisky-Industrie angewandt wird.