Von Der Sonne Inspiriert

Bacalta

Die Sonne Madeiras im Glas. In seinem Kuriositätenkabinett – ein Raum tief im Innern des Glenmorangie-Lagerhauses, in dem ausgefallene Experimente entstehen – ersann Dr. Bill Lumsden die Vision der süßen Komplexität des Glenmorangie Bacalta. Erfahren Sie, wie der sonnenverwöhnte Malmsey-Madeirawein Dr. Bill Lumsden inspirierte.

Stellen Sie sich vor, Sie halten ein mit Sonnenschein gefülltes Glas in der Hand – das Aroma gebackener Früchte und von Honigsüße strömt Ihnen von den grünen Ufern der Insel Madeira entgegen.

 

So in etwa kann man sich den Single Malt vorstellen, den Dr. Bill Lumsden erschuf: einen Whisky, der den Geist der langen Sonnentage Madeiras einfängt und gleichzeitig die süße Erinnerung an den frühen Pioniergeist der Destillerie in sich trägt. Die Erinnerung an den Glenmorangie Madeira Wood Finish, der 1995 auf den Markt kam und nach wie vor sehr gesucht ist. Aber perfekte Madeirafässer sind eben nur selten zu bekommen und so konnte diese verlockende Vision über Jahre hinweg nicht verwirklicht werden.

Die Inspiration

„Ich war fest entschlossen, das Thema in Madeirafässern veredelten Whisky neu zu beleben”, verrät der Glenmorangie Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks. „Und um den bestmöglichen Whisky zu reifen, konnte ich aus unserer langjährigen Erfahrung als Pionier in der Fassnachreifung schöpfen.”

 

So wurde die Idee des Glenmorangie Bacalta (gälisch für „gebacken“) geboren – die achte Ausgabe der Glenmorangie Private-Edition-Reihe - rare und faszinierende Single Malt Whiskys. Der Bacalta trägt den Sonnenschein der Blumeninsel in sich. Jeder einzelne Aspekt der Nachreifung wurde von Dr. Bill Lumsden bis ins kleinste Detail festgelegt. So entstand ein Whisky von schier endloser Komplexität, maßgeschneidert vom Fass bis zur Flasche.

Die perfekten Fässer

Es bedurfte jahrelanger sorgfältiger Vorbereitung, bevor Dr. Bill Lumsden mit der Nachreifung beginnen konnte. Zuerst galt es, die perfekten Fässer ausfindig zu machen und ihnen das passende Aroma zu verleihen – dabei wusste er genau, wonach er suchte. „In ein Madeirafass passen zwischen 550 und 600 Liter. Ich aber wollte kleinere Fässer, und zwar aus dem gleichen Holz, das ich für unsere erstklassigen Designerfässer verwende.” Dr. Lumsden ließ diese Fässer also eigens aus amerikanischer Weißeiche anfertigen und stark toasten. Perfekt vorbereitet, um die Aromen des Madeiras aufzunehmen und später an den vorgereiften Glenmorangie Whisky weiterzugeben.

Die Süße der Sonne

Es gibt verschiedene Arten von Madeirawein. Für Dr. Lumsdens Kreation kam nur der teuerste und süßeste infrage. „Das perfekte Madeirafass, um Glenmorangie Whisky darin zu veredeln, kommt zweifelsohne vom Malvasia Madeira”, erklärt er. „Seine Süße und Üppigkeit passen am besten zu Glenmorangie.”

 

Nachdem er auf den Weingütern vor Ort sehen konnte, wie der Madeirawein in diesen Fässern auf hölzernen Stützen unter einem Dach in der Sonnenhitze reift, fügte er hinzu: „Mir gefällt es, dass Wein – auf die traditionelle Weise – in der Sonne gewärmt wird. Die so entstehende Oxidierung verleiht ihm diese einfach faszinierenden Feinaromen. Allerdings staune ich auch noch immer darüber, wie sie die Fässer in diese Höhe bekommen!”

Die geduldigen Wächter

Nach diesem sorgfältigen Reifungsprozess unter der Sonne Madeiras wurden die Fässer entleert und in die schottischen Highlands, die Heimat des Glenmorangie, zurückgebracht. Dort konnten die sonnengetränkten Aromen der Fässer auf die bereits in Bourbonfässern vorgereiften Whisky wirken.

 

„Bei der Nachreifung geht es vor allem darum, diesen besonderen Augenblick zu erwischen, in dem alles im Gleichgewicht ist”, erklärt der Visionär, der sich dank seiner Erfahrung in der Holzverwendung bereits im Vorfeld die faszinierende Tiefe des Glenmorangie Bacalta vorstellen konnte. Frühe Verkostungen der Spirituose überraschten zunächst, da der Basiswhisky seinen ursprünglichen Charakter größtenteils behielt. „Also haben wir geduldig abgewartet, und plötzlich sprang dann das Madeira-Aroma geradezu aus den Fässern heraus.”

Ein Schlückchen Sonnenschein

Und genau wie Dr. Bill Lumsden es sich vorgestellt hatte, fügte sich der aus den Madeirafässern übernommene geschmackliche Charakter perfekt in die feine Komplexität des Glenmorangies ein.
 

„Ich wollte mit diesem Whisky die eingebrannte Wärme einfangen”, sagt Dr. Lumsden. „Ein Schluck dieses Whiskys genügt, um die Sonne Madeiras zu verkosten. Und genau das wollte ich erreichen: ein Glas, gefüllt mit strahlendem Sonnenschein.“