Natürliche Zutaten und die Bedeutung Schottlands

Craftsmanship in Perfektion

Dass Essen und Trinken unweigerlich zusammen gehören, sollte jedem bewusst sein. Ein vorzügliches Mahl und das passende Getränk - das ist Genuss auf höchster Ebene. Meist richtet sich die Wahl des Getränks nach dem Teller, doch auch umgekehrt bietet eine perfekte Kombination fantastische und spannend-aromatische Erlebnisse, die einen Single Malt auf eine neue Ebene heben.

Theoretische Überlegungen

Eines vorweg: Ein gutes Foodpairing ist nicht gleichbedeutend mit einer Sorte dunkler Schokolade zu sechs unterschiedlichen Whiskys. Ein gutes Foodpairing bezieht sich auch nicht nur auf den Geschmack, sondern bindet die Texturen und Funktionen der jeweiligen Zutaten optimal mit ein. Neben dem Wissen über die Beschaffenheit ist es auch bedeutsam, sich über das Miteinander aller Elemente Gedanken zu machen.

Von der Struktur zum Inhalt

Der klassische Fall sich gegenseitig bestätigender Zutaten: Aromen von Zartbitterschokolade, mit den süßen Aromen des Whiskys. Ganz im Gegensatz zur Kontrapunktion: Die Kombination von Aromen, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten haben und dennoch in spannender Art und Weise miteinander harmonisieren. Gute Beispiele hierfür sind die Kombination von weißer Schokolade und frischem Ingwer oder auch die bekannte Mischung aus Süß und Scharf in einer Chili-Schokolade. Hierbei sind etwas Erfahrung und ein wenig Mut zum Risiko entscheidend. Eine weitere Kombination ist die gegenseitige Anhebung. Bestimmte Aromen forcieren die Intensität anderer, so verstärkt etwas Mango beispielsweise die Aromaintensität von Erdbeeren erheblich.

Und somit gelangt man zu den jeweiligen Dimensionen der unterschiedlichen Zutaten. Ähnlich wie bei einem guten Schluck Whisky lassen sich auch hier die jeweiligen Ebenen in Geruch, Geschmack und Textur untergliedern. Bei der Kombination mit Essen sollten die Funktionen - kühlende Minze oder wärmende Chili – berücksichtigt werden. Von den vielen fantastischen Möglichkeiten hier drei Vorschläge mit Qualitäten von Glenmorangie.

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Weiße Schokolade, Ingwer und Glenmorangie Nectar D’Or

Der honigsüße Glenmorangie Nectar D’Or überzeugt mit seiner cremig-weichen Struktur und seiner feinen Schärfe, die an weißen Pfeffer und frischen Ingwer erinnert. Eine leichte Zitrusnote unterstreicht diesen Eindruck mit zusätzlicher Frische. Weiße Schokolade und frischer Ingwer? Ja, die cremige Textur des Glenmorangie Nectar D’Ors überzeugt mit weißer Schokolade und deren hohem Anteil an Kakaobutter. Die Ingwerwurzel mit ihrer ätherischen Schärfe begleitet die Zitrusaromen und schafft einen frischen Kontrapunkt.

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Käse und Glenmorangie 18 Years Old

Holzaromen, würzige Strukturen, getrocknetes Obst und Vanille gepaart mit einer feinen Fruchtigkeit: Der 18jährige Glenmorangie Single Malt vereint alles, was so typisch für einen Hochland Single Malt Whisky ist. Der Blue Stilton entstand sozusagen auf dem Weg nach Süden, entlang der ehemaligen Postkutschenroute. Dank seines kräftigen Aromas harmoniert der Blauschimmelkäse perfekt mit den subtilen Aromen des Glenmorangie 18 Years Old.

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Grapefruit, Mokka-Schokolade und Glenmorangie Signet

Signet, das Meisterstück der „Men of Tain“, ist durch seine besondere Herstellung und Reifung ausgesprochen komplex und zeigt überwältigende Aromen von Espresso und getrockneten Früchten. Bei all dieser Komplexität lassen sich dennoch Noten des so typischen Glenmorangie Destillerie-Stils finden und vor allem durch ein geschicktes Pairing gekonnt in Szene setzen: Die Röstaromen werden durch Mokka-Schokolade aufgegriffen und geben säurebetonten Grapefruit-Filets einen dynamischen Kontrapunkt. Diese Ambivalenz in Aroma und Textur - das Cremige der Schokolade und die säuerliche Frische der Grapefruit spiegeln die Vielseitigkeit des Malts in beeindruckender Weise wider.